Hydrophobierung - Balkone / Terrassen
 
Grundsätzliches: (1)

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Der Nutz- und Gehbelag ist das oberste Bauteil von Balkonen, Terrassen etc. Seine Materialwahl wird fast ausschließlich nach architektonischen, optischen, nutzungspraktischen oder preislichen Gesichts- punkten, nicht aber nach den technisch-physikalischen Erfordernissen bestimmt.
Die Folge ist, dass der Oberbau der Balkone und Terrassen im Regelfall wasserdurchlässig, mindestens aber wasseraufnahmefähig ist.

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Die heute im wesentlichen anzutreffenden Materialien bei Oberbau und Belägen, wie Estriche, Natur-, Kunst- und Werksteinplatten, oder Klinker- und Keramikplatten, sind mehr oder weniger hydrophob. Bei Klinker- und Keramikplatten liegt der größere Aufnahmeanteil im Bereich der Verfugung.

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Auch nach Aufbringen nachträglicher Anstriche oder Beschichtungen ist davon auszugehen, dass Niederschlags- und Reinigungswasser in die oberen Materialschichten gelangt und dort kapillar transportiert und verteilt wird.

An den meist dichteren Gehbelags-Oberflächen findet naturgemäß eine nur eingeschränkte Wasserdampfabgabe statt. Durch Temperaturschwankungen (z.B. Sonneneinstrahlung auf den Belag) entsteht im Oberbau-Paket ein Dampfdruck, der das kapillar angesammelte Wasser an den Schwachstellen herausdrückt, auch in Richtung Unterkonstruktion oder Gebäudeaußenwand. Von diesen Vorgängen sind alle fest verlegten Balkon- und Terrassenbeläge – unabhängig von den weiteren Konstruktionsmerkmalen – gleichermaßen betroffen.

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